Die Reisesaison beginnt. Smartphone und Notebook sind selbstverständlich mit dabei. Doch gerade bei den mobilen Kommunikationsmitteln gilt es einige wichtige Tipps zu beachten, damit das Notebook im Urlaub oder auf der Geschäftsreise nicht zum Stressfaktor wird.
Versicherung
Über eine Hausratsversicherung sind private Notebooks und Elektrogeräte gegen Diebstahl versichert. Gehen Sie deshalb aber nicht davon aus, dass Ihre Versicherung Ihnen im Falle eines Diebstahls ihr altes mit einem neuen Gerät ersetzt. Informieren Sie sich vorher und schließen Sie gegebenenfalls eine Reisegepäckversicherung ab, um das Gerät auch unterwegs zu versichern.
Sicherheit
Alternativ nehmen Sie nur ein Notebook oder Mobilgerät mit auf Reisen, bei dem Sie es im Notfall verkraften könnten, wenn es kaputt oder verloren geht. Achten Sie auch auf die richtige Notebooktasche, die – gerade bei USA-Reisen – die Richtlinien der TSA erfüllt. Bei internationalen Reisen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sicherheitsbeamte am Flughafen Mobilgeräte einbehalten, wenn ihnen dabei etwas merkwürdig vorkommt. Außerdem sollten sich die Kabel und Zusatzgeräte beim Sicherheits-Check nicht in dem gleichen Fach befinden, wie der Laptop selbst.
Um wichtige Dokumente und Dateien zu sichern, sollten Sie vor Reiseantritt ein Backup machen und zu Hause verwahren. Sollte Ihr Notebook beschädigt oder gestohlen werden, sind die Daten so immer noch nutzbar und können über ein Ersatzgerät weiterverwendet werden. Nutzen Sie einen Cloud-Service, um Ihre Daten zu lagern und auch im Ausland darauf zugreifen zu können. Um im Notfall an wichtige Unterlagen und Daten herankommen zu können, bietet es sich an, Ihr privates Webmail-Account als Zwischenlager zu nutzen. Speichern Sie sich Kopien von Reisepass, Personalausweis und Führerschein, oder wichtige Adressen und Servicenummern. Sollten Ihnen auf der Reise Bankkarten oder das Handy gestohlen werden, haben Sie so gleich auch Vertragsnummern und eventuelle Passwörter für die Vertragsverwaltung griffbereit.
Zubehör checken
Informieren Sie sich am besten vor Beginn der Reise über die landesüblichen Netzstecker und die Netzspannung im Reiseland, um sicher zu gehen, dass Sie den richtigen Adapter mitnehmen. Mit einem entsprechenden Adapter lassen sich im Urlaub oder auf Geschäftsreise das Handy und das Notebook problemlos aufladen.
Einwahl ins WWW
Zahlreiche Flughäfen bieten Flugreisenden Möglichkeiten, das Internet kostenlos zu nutzen – in Europa ist dies erst bei wenigen Airports möglich. Budapest, Prag oder Amsterdam, zum Beispiel, bieten zwar Internetzugang, beschränken die Sessions aber jeweils mit Zeit- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. Einige deutsche Flughäfen haben nachgezogen, meist ebenfalls beschränkt. Nur in Köln/Bonn können Nutzer so lange sie wollen kostenlos surfen.
Neben Internetcafés, die einen kostenpflichtigen WLAN-Zugang anbieten, stellt vielleicht auch Ihr Feriendomizil oder Business-Hotel eine günstige oder sogar kostenlose Internetverbindung. Gerade beim Reisen mit Notebooks und Tablet-PCs ist der Internetzugang per WLAN eine gute Alternative, die Urlaubern mittlerweile an zahlreichen Orten weltweit die Möglichkeit bietet, gratis zu surfen. Restaurant- und Café-Ketten stellen sogar oft freies WLAN bereit. Die Kaffeehauskette Starbucks, beispielsweise, bietet in Deutschland zwei Stunden lang kostenlosen Internetzugang per WLAN. In allen Filialen in den USA und Kanada ist das Surfen unbegrenzt gratis. In Großbritannien ist jede Session auf zwei Stunden begrenzt, aber man kann sich sofort nach Ablauf einer Sitzung wieder neu einwählen. Auch beim Burger-Restaurant McDonald‘s können Kunden gratis im Netz surfen. Doch dieses Angebot unterscheidet sich ebenfalls von Land zu Land: In Deutschland ist nur die erste Stunde kostenlos, in den USA kann man hingegen in 11.500 Filialen unbegrenzt surfen.
Viele Webseiten bieten eine Übersicht über Orte, die offenes WLAN anbieten. Auf Seiten wie hotspotlocations.com oder free-hotspot.com lässt sich je nach Region und Ort der nächstgelegene WiFi-Hotspot finden. Unterwegs in einem fremden Land ist die Nutzung dieser Seiten allerdings umständlich, gerade auf dem kleinen Smartphone-Display. Hilfreicher sind Gratis-Apps für Android und iPhone, die kostenlose sowie kostenpflichtige Hotspots in der Umgebung suchen und direkt anzeigen. Die Android-Anwendung FreeZone und die iPhone-App Free Wi-Fi Finder suchen beispielsweise automatisch kostenlose Hotspots.
Surfen – aber sicher
Doch was die Sicherheit von öffentlichem WLAN angeht, bestehen wesentliche Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Netzen. Die Anmeldung an einem WLAN-Hotspot erfolgt in der Regel per Benutzername und Passwort, welche Sie vom Betreiber des Hotspots erhalten. Im Idealfall sollten die Zugangsdaten bei der Anmeldung verschlüsselt übertragen werden. Bietet der Hotspot-Betreiber lediglich einen unverschlüsselten WLAN-Zugang an, können alle eingegebenen Zugangsdaten von anderen mitgehört und missbräuchlich verwendet werden. Das Surfen im offenen WLAN ist daher nicht ganz unbedenklich: Wer sich auf unverschlüsselten Seiten bewegt, kann ausspioniert werden. Zur Sicherheit sollten Sie Webseiten, auf denen Sie Privates veröffentlichen, wie Online-Banking, aber auch soziale Netzwerke, immer verschlüsselt aufrufen, also „https://“ eingeben statt „http://“. Öffentliche Netze sollte man nur für „unkritische Zwecke“ wie die Google-Suche oder YouTube nutzen. Android-Apps wie DroidSheep Guard für Smartphones warnen den User, wenn ein Angriff läuft, der im Hintergrund den Netzwerkverkehr umleiten möchte. Für iPhones gibt es Programme wie Lookout Mobile Security, das zumindest darauf aufmerksam macht, wenn man sich in ein unsicheres WLAN-Netzwerk einwählt.
Roaming
Aber Vorsicht: Im Ausland mit dem Handy im Netz zu surfen kann teuer werden. Die automatische Einwahl ins Internet sollte ausgeschaltet werden. Und auch beim Telefonieren ist Vorsicht geboten: Große Mobilfunkbetreiber stellen durch Roaming-Verträge untereinander sicher, dass ihre Kunden fast überall im Ausland erreichbar sind. Zwar werden die Daten-Roaming-Preise im EU-Ausland immer günstiger, dennoch sind die Preise meist um ein Vielfaches höher als der Tarif im Inland. Das gilt erst recht für Nicht-EU-Staaten. Nicht nur Anrufe, die Sie selbst tätigen können schnell teuer werden, sondern auch solche, die Sie empfangen. Um Ihre Handykosten also möglichst gering zu halten, sollten Sie Geschäftspartnern sowie Freunden und Bekannten vor Antritt der Reise sagen, Sie nach Möglichkeit nur im Notfall anzurufen oder auf SMS auszuweichen. Außerdem sollten Sie vor Reiseantritt die Roaming-Gebühren der Länder abklären, die Sie bereisen. Für längere Auslandsaufenthalte bietet es sich zudem an, sich vor Ort eine Pre-Paid-SIM-Karte zu kaufen.
Sicher zur Groupware
Um auch unterwegs mit iPhone, Android-Handys oder per Web Zugriff auf seinen Exchange-Server im Unternehmen zu haben, muss der IT-Administrator normalerweise die Firewall teilweise öffnen. Dies kann von Hackern und Trojanern ausgenutzt werden. Damit auch kleinere Unternehmen sich hier professionell absichern können, bietet das IT-Systemhaus Sylphen den Secure-Exchange-Gateway an. Dieses System läuft in einem Hochsicherheits-Internet-Rechenzentrum und schützt den Exchange-Server vor Attacken von außen.